Anmerkung: Der Text ist tatsächlich ‘ne Art Tagebucheintrag gewesen. Originales, „schreib- & abtippfrisches Gedankenhingeklatsche ohne Überarbeitung, auch wenn ich über einzelne Stellen nochmal gerne drüber gegangen wäre. Aber das wäre dann ein anderer Text geworden. Will ich nicht. Ich will mich, und keine Darstellung von mir… well, so gut es irgendwie geht

 

 

Der letzte Abend mit langen Haaren. Merkwürdig, aber richtig. Passt ironischerweise: Erneut 4jähriges. Wobei es auf’s genaue Datum letztlich ja auch gar nicht ankommt, oder? Auf der anderen Seite lässt es sich natürlich glücklicherweise zu, dass ich dann wieder mich selbst mit einer scheinbaren perfekt geplanten Choreografie inszenieren kann. Holy Shit, würde ich mein Ego mal ein wenig runterfahren, würde ich vielleicht auch wieder anfangen können, nahe zu sein. Und all die Selbstreflexion nützt letztlich auch nichts, nein, wie ich schon in Taizé konstatierte: Flucht. Und lieber schreibe ich abstrakte, herzzerreißende Texte und höre konkrete, herzzerreißende Lieder, als dass ich einmal den Weg finde. Dafür fand ich den Anfangsbrief aber schon auch ziemlich präzise. Doch auch der war egoistisch: Weil er keinen Platz für dich ließ, sondern wieder nur mich selbst überhöhte und der Verantwortung entzog. oh fuck, könntest du wenigstens lesen, was ich schreibe. weil ich das irgendwie nicht schaffe; weil ich mindestens so aufdringlich bin wie ich mich fühle. auf was es hinauslaufen könnte, wäre, dass ich dir wieder nen Link schicke – alle guten Dinge sind drei und so, ne? – mit ellenlangem Text und bla. Aber hey, wenn ich das tu’, schreib ich das und bin ja wieder nur nervig, aufdringlich, überfordernd. Vielleicht nehme ich mich selbst auch einfach nur zu kritisch wahr? However, vielleicht sag’ ich, was ich mit „anfangen“ meine / fühle mal in Worten, die auch ich verstehe #ersterSchrittdamitanderewasmitanfangenkönnen

Schreib’ mir. Lass mal chillen. Zeit verbringen. Filme gucken. Ins Kino gehen. Abhängen. uns auf die Bismarcksäule setzen und da unsere Spitze, unser Dach der Welt finden. Oder gerne auch woanders. Lass einfach mal machen. Chips futtern. Brownies backen. Musik hören. Reden. Die Klappe halten und tanzen. Cocktails mixen. In die Welt rausfliegen und abhauen.

Hey, aber das musst du machen… Ich häng’ dir ‘n paar Jahre hinterher. Immerhin das habe ich jetzt gemerkt. Also: Hey, falls du noch willst, I’m ready. Und falls du ‘ne Stimme in deinem Herzen hörst, dann schnapp dir mich jetzt verdammt nochmal… !!   sonst lauf’ ich davon… , und in ‘nem Jahr sind wir wieder in der selben Situation wie jetzt. und ich will dieses nächste Jahr nutzen, bevor es zu spät ist, verdammt…!!…

Also schreib’ mir. Lass mal chillen :). Das Schreiben hat nicht alles kaputt gemacht, es hat uns hochkatapultiert aber wir war’n zu dumm unsere Flügel auszustrecken und sind auf die Schnauze gefallen.

Sorry für’s Stören. Ich schick’ dir das jetzt wohl doch. Hey, du hast meine Nummer! 😉

 

 

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