Der September hat angebrochen, und es sind noch 3 Wochen. 21 Tage, bis der Bundestag gefüllt wird, und 21 Tage, bis wir alle eine Entscheidung fällen, die unsere nächsten 4 Jahre und vermutlich aber unser ganzes Leben prägen wird. Nun gut – die Wahlberechtigten zumindest.

Politik ist manchmal öde. frustierend. langweilig. Wählen gehen eine unnötige Last, eine unbequeme Alternative zu sonntäglichem Ausschlafen, im Bett liegen und Netflix bingen. Ja.
Aber die beiden Kreuze, die ihr macht, zählen. Sie zählen und bestimmen, wer die nächsten Jahre unsere Regeln festlegt. Wer die nächsten Jahre darüber entscheidet, wofür eure Steuergelder verwendet werden. Wer in den nächsten Jahren auswählt, welche weiteren Freiheiten euch angeblich zum Wohle der Sicherheit genommen werden. Wer entscheiden darf, welche unserer Mitmenschen wir aus Willkür wieder zurück in Kriegsgebiete schicken. Wer entscheiden darf, wofür ihr verhaftet werden dürft, und wie ihr bestraft werdet. Wer entscheiden darf, welche Rechte wir zum Schutz vor Mitmenschen, Konzernen, der Polizei und dem Staat haben. Wer nicht zuletzt entscheiden darf, ob ihr euer Netflixkonto auch im Urlaub in Großbritannien nutzen könnt.

Man merkt es vielleicht nicht, aber diese Politik beeinflusst unser ganzes Leben. Sie bestimmt, welche Möglichkeiten und Chancen wir haben, und welche Grenzen uns gesetzt sind. Politics rules our lives.

Nun gibt es viele Arten und Weisen, politisch aktiv zu werden, um diese Entscheidungen nicht blindselig in den Händen anderer ruhen zu lassen: Parteien, Verbände, Lobby-Arbeit, Demos, Aktionsgruppen, Bildungsarbeit, Diskussionsplattformen, … – und doch ist Wählen die einfachste und einflussreichste davon.

Und das stumpfsinnigste, was wir tun können, ist, diese Möglichkeit der Mitwirkung an unserem eigenen Leben mit einer geflissentlich-ignoranten Note von Überheblichkeit abzutun. Das hirnloseste, was wir tun können, ist, tatenlos zuzusehen, wie nationalsozialistische Extremisten unter dem Deckmantel der Demokratie versuchen Einfluss auf unser Leben zu gewinnen, und uns nachher zu beschweren, dass man ja sowieso nichts ändern kann.
Was ihr in den Reichstag reinwählt, spiegelt sich nachher wieder auf euer Leben zurück. Ich habe dieses Bild nicht ohne Grund gewählt. Es liegt in eurer Hand, welche Menschen in die Gänge kommen, und mit welchen Farben ihr die Welt füllt! Und “es” – das ist hierbei vor allem der Stift über dem Wahlzettel!

Daher: Geht wählen. Mir zuliebe! – ich darf das nämlich noch nicht 🙁 . Sprecht mit euren Freunden, Verwandten, Bekannten. Ohne Ausnahme 🙂 . Sorgt gemeinsam dafür, dass ein*e Nazi weniger in den Bundestag einzieht. Das ist wichtig! Ich bin euch unglaublich und von allertiefstem Herzen dankbar <3.

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24.09.2017
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Infos zur Briefwahl (frühzeitig anklicken!): https://www.bundeswahlleiter.de/…/informati…/briefwahl.html…

Liste der antretenden Parteien:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahl_2017…

Unentschlossen & auf der Suche nach neuen Parteien (oder nach Belustigung)? Vielleicht ist hier was dabei? (alphabetisch, Achtung!: Nicht in allen Ländern wählbar)
http://www.buendnis-grundeinkommen.de/
https://www.die-partei.de/
https://v-partei.de/
https://www.piratenpartei.de/
https://bewegung.jetzt/
https://parteiderhumanisten.de/
https://www.die-urbane.de/de/

O-Maten und weitere Orientierungsangebote:
https://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2017/
https://movact.de/wahlswiper
https://deinwal.de/home
https://www.euromat.info/#/
https://www.sozial-o-mat.de
https://digital17.d-64.org

Tritt in den Hintern nötig?
https://www.youtube.com/watch?v=NDZc2KDvWWU

Weitere Tritte in den Hintern nötig? Oder schreit alles in dir: “NEEEEE!”?
Schreib’ mir,
liebste Grüße! 🙂

Thilo



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